Badajoz - Olivenza (Spanien) - Aguas de Moura (Portugal) - Seixal
Badajoz: Puerta de Palma
Donnerstag 15. Januar 2025: Osuna - Badajoz (alt 169 m): 305 km - Bei Ankunft Regen und 13ºC
Unsere Fahrt nach Badajoz brachte uns - mit einer kurzen Mittagspause in Sevilla - zum hervorragend gelegenen Stellplatz an der Puerta de San Vicente und dem Hornabeque del Puente de Palmas – einer der
markanten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wir parken idyllisch am Ufer, direkt gegenüber der Altstadt von Badajoz.
Leider setzte just in dem Moment Regen ein, als wir aus dem cozy Wohni stiegen, um die Badajoz zu erkunden.
Alles öffnet erst um 17 Uhr, sodass viele Läden noch geschlossen waren. Sowieso sieht die Stadt ziemlich tot aus, wahrscheinlich weil es winter ist. Glücklicherweise entdeckten wir das charmante Café-Restaurant-Hotel „Las Tres Campanas“, unser willkommenes Refugium: Dort genossen wir einen aromatischen Kaffee in einem faszinierenden Gebäude, das außen wie innen beeindruckt.
Im Tourist-Info-Center holten wir Prospekte für jede Sehenswürdigkeit – die Stadt mit ihrer imposanten alten Ringmauer und der Alcazaba als Herzstück. Der anhaltende Regen trieb uns schließlich zurück ins Warme des Wohnis. Stellplatz kostenlos inkl. Ver- und Entsorgung 38.8846ºN, 6.9778ºW
Freitag 16. Januar 2025: Badajoz - Olivenza (alt 275 m): 30 km - Vormittags noch kein Regen und 12ºC, bei Ankunft in Olivenza Regen und 10ºC
Nach einer langen, erholsamen Nacht und einem späten Frühstück sind wir erst gegen halb zwölf losgelaufen – ich rollend nebenher. Der Weg führte uns zuerst hinauf zur Plaza Alta, wo ein wunderschönes Gebäude das Auge fesselt, und anschließend weiter zur Alcazaba. Diese alte Burg ist ein faszinierendes Durcheinander verschiedener Epochen, doch gerade das macht ihren Reiz aus. Besonders das kleine Museum dort hat mich positiv überrascht.
Schade nur, dass das Wetter kühl und etwas trüb war – bei Sonne und Wärme könnte man wunderbar am Ufer des Guadiana sitzen und den Tag genießen.
Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Olivenza. Dort habe ich bei Mercadona noch gut eingekauft, bevor wir uns auf dem Stellplatz einrichteten. Er ist zwar nicht so schön wie der in Badajoz, aber nach ein bisschen Umstellen passte alles. Zum späten Mittagessen – oder eher Almojantar, wie man hier sagt – setzten wir uns erst gegen halb fünf an den Tisch. Danach noch gespielt, wobei Volker wie immer gewinnt! 38.6786ºN, 7.0956ºW
Samstag 17. Januar 2025: Olivenza - Aguas de Moura - Seixal (alt 10 m): 250 km - In Olivenza sonnig und sehr kalt 5ºC, in Seixal wechselhaft 12ºC
Heute Vormittag wollten wir Olivenza erkunden. Zur Geschichte Olivenzas: Olivenza hat eine wechselvolle Geschichte als Grenzstadt zwischen Portugal und Spanien. Ursprünglich während der Reconquista um 1230 von maurischer Kontrolle befreit, fiel sie 1297 durch den Vertrag von Alcañices an Portugal. Dort blühte sie unter Königen wie Dinis und Manuel I. mit Burgenbau und portugiesischer Kultur auf. Von 1580 bis 1640 war sie in der Personalunion mit Spanien vereint, blieb aber portugiesisch. Im Orangenkrieg 1801 besetzten spanische Truppen die Stadt; Portugal trat sie im Frieden von Badajoz ab. Der Wiener Kongress 1815 forderte die Rückgabe an Portugal, was Spanien nie umsetzte.
Das Tourist Office öffnet um 10 Uhr. Als wir ankamen, standen wir zunächst vor verschlossenen Türen, bis kurz darauf die Mitarbeiterinnen eilig herbeigeeilt kamen. Gemeinsam öffneten wir schließlich pünktlich um zehn Uhr das Büro. Die Damen waren ausgesprochen freundlich und gaben uns viele hilfreiche Informationen.
Die Altstadt von Olivenza ist ganz hübsch: kleine, verwinkelte Gassen, weiß getünchte Häuser und ein ganz eigener Charme, der stark an Portugal erinnert. Einziger Wermutstropfen: Gegen 11 Uhr waren kaum Cafés oder Pastelarias geöffnet, sodass wir leider keinen Ort fanden, um uns bei einem Kaffee ein wenig aufzuwärmen.
Anschließend fuhren wir weiter nach Águas de Moura, wo die älteste und größte Korkeiche Europas steht. Sie wurde Ende des 18. Jahrhunderts gepflanzt, seither mehr als zwanzigmal geerntet und gilt heute als der größte und zugleich besonders produktive Korkbaum der Welt. Zuvor jedoch haben wir gut im Restaurant A Fonte gegessen, das auf der Hauptstraße des Ortes liegt. Es war auch gut besucht, als wir da waren!
Von dort entschieden wir uns, noch bis Seixal weiterzufahren. Von hier aus kann man ganz entspannt mit der Fähre nach Lissabon übersetzen – deutlich angenehmer, als sich mit dem Kleini durch den Stadtverkehr zu kämpfen. Der Stellplatz direkt am Fährhafen ist groß, eben und bietet einen schönen Blick über das Wasser hinüber nach Lissabon. Nun stehen wir am Hafen, haben uns für die Nacht eingerichtet und freuen uns darauf, morgen ganz ohne Parkplatzsuche mit der Fähre in die Stadt zu fahren. 38.6450ºN, 9.0954ºW
BADAJOZ
OLIVENZA
Höhe: ca. 16 Meter
Stammumfang: über 5 Meter
Kronendurchmesser: Die Krone erreicht eine Spannweite von 30 Metern